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Am Samstag den 24.Februar 2018 trafen wir uns zum 2. mal beim SuN Witten um den Frauen und Mädchen der FSG- NW, die Grundlagen der Selbstverteidigung näher zu bringen. Mit 20 Teilnehmerinnen im Alter von 11 bis 70 Jahren, war der Kurs wieder ausgebucht. Nach der Vorstellung und dem Erledigen der nötigen Formalitäten ging es zur ersten Runde in die warm beheizte Turnhalle. Um es vorwegzunehmen: es wurde ein interessanter Tag mit einer sehr netten, kompetenten Übungsleiterin.

Der Kurs gliederte sich in 3 Abschnitte:

1. richtiges Verhalten

2. Abwehr

3. Befreiung

Bevor wir richtig in den Kurs eingestiegen sind, war es für Kim wichtig, dass wir erst einmal Vertrauen zueinander aufbauen, da wir eine sehr gemischte Gruppe waren, wo sich viele untereinander nicht kannten. So mussten wir z.B. mit geschlossenen Augen durch die Halle gehen und uns führen lassen. Die Richtung wurde nur durch Tippen auf die Schulter angezeigt. Für einige von uns war es sehr schwer die Kontrolle einer anderen Person zu übergeben,in der Hoffnung das man nicht irgendwo vorläuft.

Richtiges Verhalten

Hierzu gehört die Auswahl des abendlichen Heimweges. Lieber Mal einen Umweg machen. Möglichst belebte Hauptstraßen wählen, wo noch andere Menschen unterwegs sind, oder Wohngegenden, wo mögliche Hilferufe gehört werden.Aber auch die Körperhaltung hilft Gefahren zu vermeiden. Selbstbewusste Haltung schreckt potenzielle Täter ab. Wichtig ist auch die eigene Wohlfühlzone zu kennen und sicherzustellen. Tritt ein Fremder „frau“ zu nahe, hilft oft ein lautes „Stopp“.In wechselnden Zweiergruppe wurde zunächst die individuelle Wohlfühlzone ermittelt und dann Überschreitungen mit lautstarken Worten zurückgewiesen und auch „geschubst“. Danach sollte „frau“ schleunigst die Flucht ergreifen.

Abwehr

Die einfachste Abwehr bei Angriff ist Wegschubsen des Täters und lautes Schreien. Hilfreich sind auch Tritte unter die Kniescheibe und Boxen mit den Fingerknöcheln geradeaus gegen die Nase oder von unten gegen Kinn, Kehlkopf. Mit den flachen Händen gleichzeitig auf die Ohren schlagen ist eine weitere Variante.

Dabei gibt es kein richtig und falsch. Die Technik ist von vielen Faktoren abhängig: Größenunterschied, Art und Weise der Annäherung…Wichtig ist, dass „frau“ sich wehrt und dann wegläuft.

Die unterschiedlichen Abwehrtechniken wurden mit großer Begeisterung in immer wechselnden Zweiergruppen geübt. Übungsleiterin Kim beobachtete die Ausführung und gab allen Teilnehmerinnen immer wieder hilfreiche Hinweise und Korrekturen in der Kleingruppe. Wesentliche Punkte wurden dann für die gesamte Gruppe demonstriert und danach geübt. Auch untereinander gaben sich die Teilnehmerinnen viele Tipps und waren mit viel Elan und Freude bei der Sache.

Befreiung

Nachdem die ersten Selbstverteidigungsschritte in der Abwehr von Gefahr und Angreifer gut umgesetzt wurden, kam Kim zum nächsten Punkt: der Befreiung aus verschiedenen Umklammerungsgriffen.Simuliert wurden Situationen wie Würgegriff von vorne, Umklammerung von hinten. Auch hierzu zeigte Kim verschiedene Techniken, die in der Anwendung neben der Situation u.a. auch vom Größenunterschied abhängig sind. Bei den anschließenden Übungsrunden filterte sich die Erkenntnis heraus, dass es immer eine Möglichkeit zur Befreiung gibt, auch wenn kleinere Frauen sich nicht mit den gleichen Griffen befreien können wie größere, so gibt es doch Variationen, die sie durchführen können. Die abschließenden Übungen in der großen Gruppe simulierten verschiedene Gefahrensituationen. Einzelne Angreiferinnen mussten von der Überfallenen abgewehrt werden. Dabei kamen alle erlernten Elemente zum Einsatz: Geschrei, Schubsen sowie die unterschiedlichen Abwehr- und Befreiungstechniken. Wir Frauen setzten das Erlernte selbstbewusst und mutig um. Unsere Übungsleiterin Kim verdient ein großes Lob, sie hat uns mit viel Sachverstand und ihrer netten Art sehr kompetent angeleitet. Beim Abschlussgespräch waren sich die Teilnehmerinnen einig: alle haben an diesem Tag viel gelernt und würden sich über eine Vertiefung und Erweiterung der Selbstverteidigung bei einem folgenden Lehrgang freuen. Für das leibliche Wohl sorgte das Kermelberger Küchenteam mit Putengeschnetzelten, Kaffee, Kuchen und reichlich Mineralwasser.

Hierfür nochmal ein herzliches Dankeschön. Bis zum nächsten Mal wünsche ich euch allen eine gute Zeit.

Daniela